Geschichte der Schule


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Um das Jahr 1630 war bereits ein Schulmeister namens Michael Prügel in der einklassigen Volksschule neben dem alten Pfarrhof tätig. Die Gutsherrschaft Hernstein war damals Patron der Piestinger Schule. Der Dorflehrer war ursprünglich hauptamtlich Mesner oder Organist. Erst im 18. Jh. wurde es üblich, dass sich auch die Schuleltern mit Naturalien einstellten. Zu Beginn des 19.Jh. übernahmen die Gemeinden die feste Bezahlung ihres Lehrers und hoben dafür von den Eltern einen Schulbeitrag ein.

Vor ca. 120 Jahren wurde das neuerbaute Hotel Berger in der Bahngasse zu einem Schulgebäude umgestaltet. Es gab 3 Lehrzimmer. In jedem wurden 80 Kinder unterrichtet.Damals galt die Schule in Piesting als eine der modernsten des Bezirks.

Da vor ca. 100 Jahren 322 Kinder die Schule besuchten, wurde Wechselunterricht gehalten. Deshalb baute die Gemeinde ein neues, einstöckiges Gebäude im Schulpark, und das alte diente als Wohnung und Kindergarten. Während des 1. Weltkrieges wurden im Schulgebäude 120 rekonvaleszente Soldaten untergebracht und der Unterricht musste im Hause der Frau Schnöller, beim Tauswirt und im Turnsaal gehalten werden.

1916 wurde das elektrische Licht im neuen und im alten Schulgebäude eingeleitet.

Der Schulbesuch litt besonders in den Wintermonaten infolge Schuhmangels und verschiedener Krankheiten. Wegen Mangels an Heizmaterial musste die Schule im Kriegsschuljahr 1918 mehrmals geschlossen werden. Da viele Schüler unterernährt waren, fand eine Ausspeiseaktion statt und der ganztägige Unterricht wurde eingeführt. Schulbücher gab es fast keine. Nach dem 1. Weltkrieg nahm die Schülerzahl ab.

Im Schuljahr 1936/37 hatte ein Drittel der Kinder arbeitslose Eltern und ein Drittel kein eigenes Bett. Von 109 Volksschülern besaßen im Jahr 1946 nur 38 einen Wintermantel, nur 40 Schuhe.Fast alle Kinder waren unterernährt und nahmen die tägliche Schülerausspeisung in Anspruch.

Vor ca. 60 Jahren bekam Markt Piesting eine Hauptschule.

Als das heutige Gebäude erbaut wurde, trug man das alte Schulgebäude 1966 ab. Im Jahre 1968 konnte die Volksschule in das jetzige Schulgebäude übersiedeln.Auf Wunsch der Dreistetter Eltern übersiedelten die Dreistetter Schüler im Jahre 1969 in die Piestinger Volksschule und mit ihnen Frau VL Gerda Tauschek, die später diese Schule fast 20 Jahre leitete. In diesem Jahre beteiligten sich die Volksschüler auch an einem Grußwettbewerb. Einige Erwachsene verteilten an besonders freundliche Schüler Zettelchen, die in der Schule abgegeben wurden. Auf diese Weise wurden die freundlichsten Schüler ermittelt und mit schönen Preisen belohnt.


Aus der Geschichte der Volksschule Dreistetten

Schon vor Maria Theresia wurde in einem Bauernhause Unterricht erteilt. Später wurde in der damaligen Gemeindekanzlei ein eigenes Schulhaus erbaut. Die Eltern mussten Holz, Korn und 15 Kreuzer monatlich als Schulgeld bezahlen. Da mit diesen Mitteln eine Familie nicht leben konnte, betrieb der Lehrer auch eine kleine Landwirtschaft und suchte durch Tanzmusik seine dürftige Lage zu verbessern.Erst ab dem Jahre 1868 erhielt der Lehrer ein Gehalt.

1901 wurde vor dem Hause Nr.1 ein neues Schulgebäude gebaut.

1939 wurden die Schulkinder zur Erdäpfelernte herangezogen. Während des 2. Weltkrieges war das Schulhaus eine Zeitlang von Soldaten besetzt und die Lehrmittel wurden zerstört. Nach dem Krieg fand auch hier eine Ausspeisung statt. Unter dem damaligen Direktor J. Hittinger nahm der Schulchor beim Bezirksjugendsingen teil.Ab Dez. 1948 wurde in allen Pflichtschulen ab der 5. Schulstufe russisch unterrichtet. Zahlreiche Veranstaltungen und Ausflüge wurden im Laufe der Jahre organisiert und zeigen vom Engagement derLehrer. Da die Schülerzahl immer mehr abnahm, übersiedelten die Schüler auf Wunsch der Eltern in die Volksschule Markt Piesting.


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